Vier Themen und ein Gottesdienst: ein Abschied, zwei Einführungen und Start in ein neues Jahresthema

Gleich vier Themen feierte die Diakonie Bamberg-Forchheim in einem Gottesdienst am ersten Adventswochenende in Maroldsweisach. Gemeinsam mit der örtlichen Evang.-Luth. Kirchengemeinde und Pfarrerin Martina Posekardt startete der Wohlfahrtsverband in sein neues Jahresthema „In Verantwortung“. Gleichzeitig wurde Andrea Wolfer als langjährige Leiterin der Angebote rund um das „Haus auf dem Zeilberg“ in den Ruhestand verabschiedet und Heidi Müller-Gärtner und Wolfgang Bachstein als Leitungskräfte im Bereich Ambulant Betreutes Wohnen für psychisch erkrankte Menschen für ihre Aufgaben gesegnet. „Menschen, die Verantwortung übernehmen, schenken anderen Halt – und machen Gottes Liebe konkret erfahrbar“, so Karl-Heinz Seib, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Bamberg-Forchheim. „Für uns als Diakonie bedeutet das, für Menschen verlässlich da zu sein, gerade dann, wenn sie Unterstützung brauchen.“
„Eine außergewöhnliche Führungskraft“
„Ohne Andrea Wolfer wäre der Zeilberg nicht das, was er heute ist. Sie sind in Haltung, in Mitarbeiterorientierung, in Verantwortung und in Führung als Vorgesetzte ein Vorbild gewesen“, verabschiedete Karl-Heinz Seib die langjährige Leitungskraft im Sozialpsychiatrischen Verbund. Gestartet war sie in der Diakonie Bamberg-Forchheim 2005 mit einer geringfügigen Beschäftigung. Schnell sei ihre Wochenarbeitszeit aber gestiegen: „Geringfügig passt nicht zu Ihnen. Nicht zu Ihrer Energie. Nicht zu Ihrem Engagement. Und schon gar nicht zu Ihrer Leidenschaft“, so Seib. 2011 übernahm Andrea Wolfer die Leitung des Ambulant betreuten Wohnens und der Angebote auf dem Zeilberg: „Sie haben Strukturen aufgebaut, Prozesse gestaltet, Teams geführt, Menschen begleitet, Mitarbeitende gestärkt und Entwicklungen angestoßen, die den Zeilberg bis heute tragen. Mit Ihnen verliert unser Diakonisches Werk eine außergewöhnliche Führungskraft. Wir sagen heute herzlich danke!“
Diakonie als „unverzichtbarer Partner“
„Sie haben Spuren hinterlassen: nicht nur professionelle, sondern immer sehr menschliche“, bestätigte auch Dieter Hepp, 3. Bürgermeister in Maroldsweisach. Er attestierte Andrea Wolfer ein „feines Gespür für Zwischentöne“ und hob ihr „souveränes Handeln“ hervor: „Ihre Arbeit hat Maroldsweisach bereichert.“ Landrat Wilhelm Schneider, der auch dem Verwaltungsrat der Diakonie Bamberg-Forchheim angehört, bedankte sich ebenfalls bei Andrea Wolfer: Sie sei „Gesicht und Herz eines wichtigen Bereichs des Diakonischen Werkes“ gewesen: „ein Urgestein der Diakonie“. Unter ihrer Leitung sei in den Haßbergen bis nach Bamberg ein Netzwerk gewachsen, dass vielen Menschen mit psychischen Erkrankungen Perspektiven eröffnet und gute Begleitung ermöglicht. Da die Zahl der psychisch erkrankten Menschen im Landkreis gestiegen sei, freue er sich, dass in diesem Gottesdienst auch mit Heidi Müller-Gärtner und Wolfgang Bachstein zwei Leitungskräfte in diesem Bereich eingeführt werden. Die Diakonie Bamberg-Forchheim sei für den Landkreis Haßberge „ein unverzichtbarer Partner in der Region: Wir bauen auch auf Sie in der Zukunft“, so der Landrat.
Netzwerkarbeit und ein kompetentes Leitungs-Tandem
Genau diese Netzwerkarbeit sei eine Stärke von Heidi Müller-Gärtner, meinte Christine Aßhoff, 2. Vorständin der Diakonie Bamberg-Forchheim: „Sie lieben den Zeilberg in seiner ganzen Einzigartigkeit und wertschätzen ihre Klienten und Mitarbeitenden. Sie können organisieren und gestalten. Ihnen ist es wichtig, etwas voranzubringen“, so Aßhoff weiter. Als Leitungskraft sei Heidi Müller-Gärtner, die bereits seit 1999 bei der Diakonie Bamberg-Forchheim arbeitet, genau an der richtigen Stelle.
Ihr Leitungskollege Wolfgang Bachstein, zuständig für das Ambulant betreute Wohnen in und rund um Haßfurt, ist seit 2017 bei der Diakonie: „Sie sind ein offener, respektvoller, wertschätzender Mensch“, stellte ihn Patrick Beck, Abteilungsleiter Sozialpsychiatrie, der Gemeinde vor. Mit Heidi Müller-Gärtner und Wolfgang Bachstein habe die Diakonie in diesem Bereich nicht nur ein kompetentes, sondern auch ein herzliches Leitungs-Tandem, so Bürgermeister Hepp. Die beiden selbst bedankten sich nicht nur bei ihren Teams, sondern auch bei Andrea Wolfer: „Sie hat immer an uns geglaubt und uns gefördert.“
Zeilberg als Stück Heimat
Andrea Wolfer verabschiedete sich selbst sichtlich bewegt: „Ich hätte nirgendwo anders arbeiten und sein wollen!“ Der Zeilberg sei für sie ein Ort, an dem Menschen gemeinsam arbeiten, leben und lachen, aber auch Probleme bewältigen und neue Perspektiven aufzeigen: „Wir haben Heimat gelebt und gegeben.“









