Ein 1. Geburtstag mit viel Geschichte: Das Diakonie-Café Wagner feiert sein einjähriges Bestehen als inklusives Café in Ebern

Im März ist es ein Jahr her: die Neueröffnung des Eberner Traditionscafés Wagner als Diakonie-Café Wagner. 2025 hat das Café in der Eberner Innenstadt seine Türen wieder für Gäste geöffnet, nachdem Inhaber Thomas Wagner den Betrieb an die Diakonie Bamberg-Forchheim übergeben hatte. Seitdem bereichert nicht nur eine bunte Auswahl an Gebäck, Torten, Kuchen und kleinen Gerichten das Café, sondern auch die Vielfalt an Menschen, die dort arbeiten. Als integratives Projekt, gefördert von Aktion Mensch, bietet es Menschen mit psychischen Erkrankungen Arbeitsmöglichkeiten in einem geschützten Rahmen. Aktuell sind es drei sog. Zuverdienstler_innen, ein Praktikant, der im Café Erfahrungen außerhalb seiner Stelle in einer Werkstatt für behinderte Menschen sammelt, und Bürgerhelfer_innen, die das vierköpfige hauptamtliche Café Wagner-Team im Servicebereich und der Küche unterstützen.
Von treuen Kund_innen und Neukreationen
Von Anfang an mit dabei sind die Heilerziehungspflegerin Natalia Kunkel, die für die Diakonie Bamberg-Forchheim das Café als Anleiterin managt, und Manuela Schmitt, die als gelernte Konditorin in der Küche bzw. Backstube tätig ist. „Unser erstes Jahr als integratives Diakonie-Café war gefühlt sehr kurz“, schmunzeln die beiden. Turbulent sei es gewesen mit vielen Herausforderungen, aber immer wieder auch kleinen Erfolgen: „Unsere allerersten Kunden kommen beispielsweise immer noch vorbei“, freut sich Manuela Schmitt. Die Eberner würden das Diakonie-Café Wagner als Bereicherung empfinden, bekämen sie immer wieder zurückgemeldet, so Natalia Kunkel. Das mag auch daran liegen, dass es dem Team gelingt, Neues einzubringen und Altes zu erhalten. So wurde zum Beispiel der Name des alteingesessenen Cafés von der Diakonie Bamberg-Forchheim beibehalten. „Auch Thomas Wagners Rezept für Biskuitböden oder seine legendäre Zitronenrolle durften wir übernehmen“, berichtet Manuela Schmitt. Dazu kommen aber auch Neukreationen wie eine glutenfreie Eierlikörtorte, die sie mit ihrer Kollegin Barbara Hauck, ebenfalls Konditorin, kreiert. „Wir backen auch Motivtorten auf Bestellung. Und möchten unseren Kunden und Gästen immer wieder etwas bieten, was sie sonst nirgendwo finden, wie z.B. unsere Tiramisu-Rolle.“ Ergänzt wird das Angebot von Süßem und Kaffeespezialitäten mit Frühstücksgerichten und kleinen Speisen wie Strammer Max oder einem Edamame Burger. Neben den Öffnungszeiten von Freitag bis Sonntag und feiertags können Gäste auch die Räumlichkeiten für Feiern, Sitzungen oder andere Veranstaltungen reservieren. „Das Schönste ist, wenn eine Familie zum Feiern kommt und zufrieden wieder nach Hause geht. Das motiviert uns!“, so Natalia Kunkel. Besonders gern erinnert sie sich an das Konzert mit der Gruppe Fastrada vergangenen Sommer: „Da war unser Café-Garten proppenvoll mit Gästen!“ Sie ist es auch, die den Instagram-Kanal des Cafés mit Informationen und vielen leckeren Bildern aus dem Café Wagner bespielt, um der Kundschaft das aktuelle Angebot zu zeigen. Der neueste Einfall des Café-Teams: auch montags öffnen. Dem Team im Diakonie-Café Wagner gehen die Ideen nicht aus. Und so starten sie motiviert ins zweite Jahr als integratives Projekt mit Mehrwert für Ebern.




