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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! - Unser ABW auf Tour

Eine Menschengruppe steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Ein Bericht von unserer Kollegin Natascha Banner

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Unter diesem Motto stand die diesjährige Freizeit des ABW [Ambulant Betreutes Wohnen für psychisch erkrankte Menschen; Anm. d. Red.].
 

Am Sonntagvormittag ging es los. Die Koffer und der Reiseproviant waren schnell verladen und die gewünschten Sitzplätze rasch besetzt.

„Villa Berlin in Schöneiche bei Berlin“ klang vielversprechend. Die Zimmer waren komfortabel, der Pool beheizt und überdacht. Küche und Frühstücksraum waren geräumig und gut ausgestattet. Außerdem standen Tischtennisplatte, Trampolin und Tischkicker zur Verfügung. Nachdem die Zimmer bezogen waren, sprang man erst einmal in den Pool. Anschließend wurde gemeinsam gekocht und gegessen.

Vom Müggelsee bis Babelsberg

Die Woche war gefüllt mit vielen Berliner Highlights. So ging es unter anderem zum Müggelsee. Dort wurden Muscheln gesammelt, Fische beobachtet und Enten gefüttert. Natürlich durfte auch das Schwimmen im flachen Wasser nicht fehlen. Es blieb genügend Zeit zum Unterhalten, Entspannen und Staunen.

Ein weiterer Ausflug führte uns in den Filmpark Babelsberg. Kindheitserinnerungen wurden beim Wiedersehen mit dem Sandmännchen oder der Leckmuschel wach. Die rasante 3D-Fahrt über die Chinesische Mauer oder ein Ritt auf Fuchur begeisterten die Besucher. Auch ein Besuch bei Janosch in Panama mit der Wasserbahn, die Begegnung mit Jim Knopf und der Wilden 13 sowie die spektakuläre Stuntshow sorgten für Begeisterung. Eine Attraktion jagte die nächste. Viel zu schnell verging dieser erlebnisreiche Tag.

Beim gemeinsamen Grillen am Abend konnte jeder von seinen Erlebnissen erzählen und den Tag Revue passieren lassen.

Auf Tuchfühlung mit der Politik

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Deutschen Bundestages. Wir hatten eine Einladung von Dorothee Bär erhalten und konnten den Plenarsaal besichtigen. Während einer Sitzung führte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner den Vorsitz. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, Frau Dr. S. Engert, die Sekretärin von Frau Bär, Fragen zu stellen. Auch ein gemeinsames Abendessen war Teil dieser persönlichen Einladung. Beim Verlassen des Gebäudes konnten wir sogar Armin Laschet sehen, bevor er in seiner Limousine verschwand.

Politik kann wirklich sehr interessant sein.

Erschöpft von den vielen Eindrücken – dem Großstadtverkehr, den Fahrten mit Bus und Bahn, den Sicherheitskontrollen im Bundestag, der Politik, der Großkantine, den beeindruckenden Gebäuden und den vielen Menschen – gingen viele an diesem Abend früh ins Bett.

Nach der Großstadt: Abenteuer in der Natur

Ein weiteres Ziel war das Teufelsseemoor. Organisiert wurde dieser Ausflug von unserem Hobby-Ornithologen Markus Brunnhöfer. Ein Erlebnispfad mit zahlreichen Mitmachstationen sorgte für viel Gelächter, vermittelte aber auch jede Menge Wissenswertes. Besonderes Interesse weckte das Lehrkabinett der Berliner Forsten mit seinen zahlreichen Präparaten heimischer Tier- und Pflanzenarten. Informationstafeln halfen dabei, die ausgestellten Tiere und Pflanzen zu bestimmen. Anschließend ging es gemeinsam auf einen Kaffee oder ein Eis in ein Einkaufszentrum. Beim gemeinsamen Abendessen und dem anschließenden Spieleabend wurde viel gelacht, geredet und stolz das ein oder andere Souvenir präsentiert.

Natürlich durfte auch ein Ausflug in den Spreewald nicht fehlen. Bei einer Kahnfahrt konnte man die wunderschöne Landschaft in aller Ruhe genießen. Die Verkaufsstände lagen direkt an den Kanälen, und sogar die Post wird dort teilweise noch per Kahn ausgeliefert. Ohne viel zu laufen, konnte man dennoch eine Menge erleben. Unterwegs entdeckten wir außerdem ein Mohnfeld, das spontan für ein kleines Fotoshooting genutzt wurde. Den Abschluss dieses gelungenen Tages bildete eine gemeinsame Pizza.

Geschichte erleben

Des Weiteren besuchten wir die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Hier wurde Geschichte greifbar. Vielen wurde bewusst, wie bedrückend die Teilung Berlins gewesen sein musste. Die freie Zeit wurde individuell genutzt – sei es für die Jagd nach Berlin-Souvenirs, einen Einkaufsbummel, eine gemütliche Kaffeepause mit Menschenbeobachtung oder das Probieren von Ost-Spezialitäten im „Alten Fritz“.

Zum Abschluss der Freizeit ging es noch gemeinsam zum Griechen. Knoblauch war dabei fast schon Pflicht.

Am Sonntag traten wir schließlich die Heimreise an. Für vieles reichte die Zeit leider nicht aus. Dennoch waren sich alle einig: Diese Freizeit wird unvergesslich bleiben. Tolle Eindrücke, interessante Landschaften, spannende Einblicke in die Politik, die Erfahrungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und vor allem ein lustiger und harmonischer Trupp machten diese Reise zu einem besonderen Erlebnis.

Fotos: Natascha Banner
 

Vier Menschen spielen Kicker.
Eine Gruppe von Menschen steht auf einem Platz in Berlin. Im Hintergrund ist die Nikolaikirche zu sehen.
Eine Menschengruppe steht vor dem Brandenburger Tor
Eine Menschengruppe steht vor dem Reichstag.
Eine Menschengruppe sieht sich Filmkulissen in Babelsberg an.
Eine gut gelaunte Menschengruppe fährt in einer Berliner U-Bahn.