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Aktuelles

Jüngster Informatik-Nachwuchs

Die "Stephansriesen", die Vorschulkinder des St. Stephan Kindergartens, üben spielerisch mit Pixel, Bits und Bytes.

Die Kinder der Kindertagesstätte St. Stephan präsentieren stolz ihre Kunstwerke.

Die selbstgebastelte Camera Obscura

 

Im Labor des Lehrstuhls für Kognitive Systeme dürfen die Kleinsten durch praktische Beispiele die Informatik altersgerecht erfahren. Auf Anregung von Veronika Schießer, Leiterin der Kindertagesstätte St. Stephan, einer Einrichtung des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim, wurde dieses Projekt im Zuge der Computernutzung der KITA ins Leben gerufen. Professorin Dr. Ute Schmid und Dipl.-Kulturpädagogin Sanne Grabisch von der Fakultät für Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg haben dieses Modellprojekt zur vorschulischen Vermittlung von IT-Grundwissen konzipiert und umgesetzt.

 

Die Vorbereitung

Vor dem Besuch der Universität setzten sich die Kinder im Kindergarten St. Stephan mit dem Thema Fotografie auseinander. Veronika Schießer erzählt stolz über die Vorarbeit: „Über den Bau einer Camera Obscura lernten unsere Vorschulkinder den Umgang mit der Digitalkamera und dokumentierten fotografisch unseren Kindergarten. Ihre Bilder vermitteln uns einen aufschlussreichen Einblick, wie die Kinder den Kindergarten wahrnehmen und was sie hier besonders mögen bzw. interessant finden.“

 

Der Lernprozess – vom Kindergarten in die Uni

In der Universität fügen die kleinen „Wissenschaftler“ diese Fotos zu einem selbstgestalteten Poster zusammen. Dafür erhält jedes Kind eine Arbeitsvorlage: neben einem „digitalen Blatt“ liegen die eigenen Fotos wie auf einem Arbeitstisch bereit. Die Kinder nutzen den Computer als Arbeitsgerät und lernen so die einzelnen Funktionen kennen. Die Arbeit am Computer beginnt mit dem Öffnen der Datei. Schon hier zeigt sich, dass die Beherrschung der Maus geübt werden will, besonders das gleichzeitige Bewegen der Maus und Drücken der Maustaste erfordert Geschick und Training, und nicht zuletzt ganz schön viel Kraft für die kleinen Finger: Objekte verschieben, vergrößern bzw. verkleinern und drehen kann ziemlich anstrengend sein. Viel Heiterkeit kommt auf, wenn ein Bild auf den Kopf gestellt, im Kreis gedreht oder verzerrt wird. Natürlich haben die Kleinen besonderen Spaß daran, diesen Effekt absichtlich anzuwenden. Als Gestaltungselement lernen sie eine Sternform kennen, deren Größe sie selbstständig festlegen. Mit einem Kalligraphie-Pinsel malen sie abschließend von freier Hand auf dem Blatt und wählen dazu immer wieder neue Farben. Das Ausprobieren macht sichtlich Freude.

 

In der Nutzung der neuen Werkzeuge gehen sie ganz unterschiedlich vor: manche Kinder sind versessen auf eine Lieblingsfarbe. Andere überlegen sehr gewissenhaft, welches Objekt sie wo, in welcher Form, Farbe und Größe platzieren wollen. Manches Kind kurvt begeistert mit dem Kalligraphie-Pinsel auf seinem Blatt herum und legt sich beim Anlegen seiner Linien-»Autobahn« gleich selbst mit in die Kurven (auch Motorengeräusche sind mitunter zu hören). Einige interessieren sich so sehr für die Gestaltungsmöglichkeiten, dass sie sogar Funktionen entdecken, die gar nicht erklärt wurden. Für andere ist es nur wichtig, ihre Fotos sauber untereinander anzuordnen.

 

Die meisten Kinder haben bereits von klein auf – meist über ihr familiäres Umfeld – Kontakt mit Computern. Neben kindertauglichen Spielen finden sie oft das Malen am Computer besonders faszinierend. „Entsprechend wurde hier dieses Interesse genutzt, um im Kontext des bildhaften Gestaltens einige Grundkonzepte der Informationsverarbeitung einzuführen. Bei der Umsetzung gab es keine gestalterischen Regeln, die Kinder konnten ihr Poster ganz nach ihren Vorstellungen und Möglichkeiten entwerfen.“, erklären Professorin Dr. Ute Schmid und Dipl.-Kulturpädagogin Sanne Grabisch.

 

Wie die Großen

Inkscape ist ein professionelles Werkzeug und kein Kindermalprogramm. Es ist gewollt, den Kindern einen kleinen Einblick in die Welt der Informatik zu vermitteln. Es wird dabei auf den – möglicherweise prägenden – Eindruck gesetzt, den die Kinder so von einer Universität und dem Aufenthalt in einem echten Labor erhalten: Arbeiten wie die Großen – und Spaß dabei haben!

 

Zum Abschluss des Tages schauen sich die Nachwuchs-Informatiker noch einen Film über die Computermaus an, denn nach getaner Arbeit haben alle etwas Entspannung bei Saft, Gummibärchen und Trauben verdient.

 

Ausstellung

Auch die Eltern sollen nun einen Einblick in die „Arbeit“ ihrer Kleinen bekommen: eine kleine Vernissage lädt dazu ein. Die Kunstwerke werden, für alle sichtbar, im Foyer des Kindergartens St. Stephan ausgestellt, bis die Urheber sie schlussendlich mit nach Hause nehmen können.


Info-Telefon: 0800 25 10 252 (kostenfrei)
 
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